Die frühesten Trompeten hatten kein Mundstück und keinen Schalltrichter. Man blies nicht mal hinein. Es handelte sich hierbei um ein Megaphon, deren Zweck in der Verzerrung der Stimme des Spielers bestand (Ist das heute anders? Anmerkung eines Posaunisten). Die verzerrte Menschenstimme sollte die bösen Geister bannen (Jeder der sich an seine erste Unterichtsstunde erinnert, weiß wovon die Rede ist. Anm. d. Posaunisten).

Bei den Ägyptern wurde um 1415 v. Chr. die erste Kriegs und Kult- Trompete erwähnt und hieß in der Hieroglyphenschrift "snb". Sie wurde nur von Soldaten geblasen.

Zwei Typen von Ventiltrompeten sind heute in Gebrauch. Sie unterscheiden sich durch die Art der "Maschine", wie der ganze Ventilmechanismus genannt wird. Die eine Art heißt Dreh- oder Zylindermaschine und soll 1832 von Josef Roedl erfunden worden sein; die andere Art ist die Périnet-Maschine, so benannt nach Ihrem Erfinder François Périnet (tätig 1829- 1846), der sie 1839 entwickelte.
Heute werden überwiegend Trompeten mit Périnet (bzw. auch Pumpventil)-Maschine verwendet, außer in einigen Gegenden Süd-Deutschlands, Österreichs und in mehreren osteuropäischen Ländern, wo Drehventile bevorzugt werden. Früher, als Trompeten mit Périnet-Ventilen im deutschsprachigen Raum noch nicht so weit verbreitet waren, nannte man sie "Jazztrompeten"- eine nicht sehr zutreffende Bezeichnung, sind sie doch erheblich älter als der Jazz.

 

Mit den Ventilen kamen hinzu:

die Ventilzüge

der Stimmzug

die Wasserklappe (erfunden ca. 1850)

ein Fingerhaken für den kleinen Finder der rechten Hand

Die folgenden Abbildungen zeigen die beiden Trompeten und Druckwerkkarten:

 

 

Hier der schematische Aufbau eines Mundstückes für die Ventiltrompete. Das gezeigte Schema entspricht auch dem aller anderen heutigen Blechblasinstrumente.

 

WWW-Autor: Frank Aust , 08.08.2000

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