Die Posaune ist ein ca. 120 cm langes zweimal im 180° Winkel gekrümmtes Blechblasinstrument. Die Tonhöhe wird bei der Zugposaune durch einen in 7 Stufen unterteilten Zug, bei der Ventilposaune durch Pumpventile gesteuert. Häufig kommt ein zusätzliches Dreh oder Kegelventil zum Einsatz welches den Grundton um eine Quarte (6 Halbtöne) herabsetzt).


Die frühe Posaune Die Posaune besteht seit einigen Jahrhunderten in nahezu unveränderter Form. Gerüchte besagen, das die Posaune ursprünglich eine lang gearbeitete Trompete war (für einen Posauneisten sehr unverständlich). Später kam ein Zug zur variablen Tonveränderung hinzu. Der Zug besteht heute aus einem sehr genau gearbeiteten Innen- und Aussenzug. Der feststehende Innenzug ist aus verchromten geschliffenen Rundrohr hergestellt. Auf diesem Innenzug gleitet der stärkere Aussenzug.


Das in England, Frankreich und Italien als Trombone bekannte Instrument (Tromba= Trumpet mit dem Suffix "one" gleichbedeutend mit Trompete) war in Deutschland erst als Buisine (lange Trompete), dann als Buzine und Busune bekannt Später entstand der Name Buzaun und ca. seit dem 16. Jahrhundert ist das Instrument als Posaune bekannt).


In der heutigen Zeit werden sehr unterschiedliche Arten der Posaune in den Kapellen, Bands und Orchestern verwendet. Durch das weite Tonspektrum der (im Gegensatz zur Meinung einiger Trompetern "PO" saune) sehr weich klingenden Posaune ist die Verbreitung des Instruments sehr groß. In traditionellen klassischen Orchestern der geistlichen Musik bis zur Pop- oder Jazzmusik wird die Posaune ,ähnlich häufig wie die Trompete, verwendet. Bekannte Posaunisten wie Tommy Dorsey oder Glenn Miller schrieben unvergessliche Hits und feierten als Bandleader grosse Erfolge. Aber auch Musiker der heutigen Zeit wie Nils Landgren, Peter Herbolzheimer oder Jiggs Wigham zeigen, das dieses Instrument immer wieder neue musikalische Anwendung findet.


Die Posaune rangiert in der Stimmung von der Kontrabass bis zur Altposaunen. Diese beinhalten die verbreitete Version der Zugposaune und die weniger verbreitete Ventilposaune. Mit dem Superbone (Abb. links) hat Maynard Ferguson einen Zwitter zwischen Ventil- und Zugposaune geschaffen. Diese auch heute noch von Holton hergestellte Instrument wird heute aber nur selten verwendet und wird von nur wenigen Musikern beherrscht.
Die meistverwendete Posaune ist die Tenorposaune, die in Bb gestimmt ist. Aber auch die Bassposaune (ebenfalls in Bb gestimmt) und die Altposaune (in Eb gestimmt) werden heute verwendet. Wie der Name schon sagt ist die Altposaune höher gestimmt als die Tenorposaune. Die eher selten benutzte Sopranposaune werden wegen der kleinen Mundstücke typischerweise von Trompetern gespielt (welch Frevel; Anm. des Posaunisten). Die tiefste Posaune ist die Kontrabassposaune und ist durch Ihre grosse Mensur (Rohrdurchmesser am Innenzug) nur durch erheblich grösseren Luftaufwand spielbar..


Hier noch Abbildung verschiedener Posaunentypen.
V.L.: Tenorposaune, Tenorposaune mit Quartventil, Bassposaune mit Quart- und Quintventil. .

 

WWW-Autor: Frank Aust , 08.08.2000

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